Immobilienmarkt

Bukarest – ein Markt im Aufwind

Angelika Scheid
geschrieben von Angelika Scheid

Bukarest ist eine Stadt der Gegensätze. Während an vielen Ecken der kommunistische Baustil noch deutlich zu erkennen ist, sieht man parallel dazu zahlreiche moderne Büros, Wohnbauten und Einkaufszentren. Von der Wirtschaftskrise einst stark betroffen, spürt man seit einiger Zeit einen deutlichen Aufschwung.

Krisengebeutelt

Wie die meisten Märkte in Zentral- und Südosteuropa, wurde auch Rumänien von der Wirtschaftskrise hart getroffen. Investoren zogen sich ab 2009 aus dem Land zurück, Immobilien-Projekte wurden verschoben oder ganz auf Eis gelegt und zahlreiche Mieterinnen und Mieter verkleinerten ihre Flächen. So kam es, dass Ende 2012 rund 15 % der Büroflächen in Bukarest leer standen.

Wirtschaftliche Kehrtwende

Doch das Blatt hat sich gewendet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wächst bereits mehr als fünf Jahre in Folge und verzeichnete im ersten Quartal 2016 ein Plus von 4,1 % – deutlich mehr als in Westeuropa. Die Arbeitslosenrate sinkt, das BIP/Kopf steigt und auch das Investoreninteresse nimmt wieder zu. Im ersten Halbjahr 2016 betrug das Immobilien-Investitionsvolumen in Rumänien EUR 340 Mio. und damit um 80 % mehr als im gleichen Zeitraum 2015. Rund die Hälfte des Volumens entfiel auf Bukarest, was dessen Vormachtstellung am rumänischen Immobilienmarkt bekräftigt.

Bukarest – beliebtes Outsourcing-Ziel

Rendering The Mark Büroprojekt

Bukarest ist ein beliebtes Outsourcing-Ziel z. B. für IT- und Telekommunikation

Der Bukarester Büromarkt hat sich in den vergangenen Jahren ebenso erholt. Die Leerstandsrate ist auf aktuell 11,9 % gesunken und das Interesse, vor allem für größere A-Klasse-Flächen, ist wieder da. Interessant an dieser Stelle ist, dass IT- und Telekommunikation zu den wichtigsten Branchen in Rumänien zählt. Unter anderem auch deswegen, weil Bukarest ein beliebtes Outsourcing-Ziel innerhalb Europas ist. Dieser Trend ist auch ein wichtiger Treiber für den Immobilienmarkt.

Neues S IMMO Büroprojekt in Bukarest

Baugrube Büroprojekt The Mark Bukarest

Baugrube des S IMMO Büroprojekts THE MARK in Bukarest

Auf Grund des Konjunkturaufschwungs und der Belebung des Büromarkts haben auch wir in der S IMMO uns entschieden, unsere seit einigen Jahren geplante Büroprojektentwicklung THE MARK zu starten. Die Bauarbeiten sind bereits im Gange. Die riesige Baugrube lässt erahnen, von welcher Dimension das zukünftige Gebäude im Zentrum der Stadt mit seinem 15-geschossigen-Turm und seinem 6-geschossigen Podium sein wird.

Privater Konsum kurbelt Wachstum an

Auch der Retailmarkt kommt wieder in Fahrt. In den Jahren 2014 und 2015 kamen rund 80 neue Marken nach Rumänien. Weitere Marken sollen folgen, sind doch die makroökonomischen Daten äußerst positiv. Haupttreiber des Wachstums ist der private Konsum, der von der 2016 gekürzten Mehrwertsteuer (20 % statt bisher 24 %) sowie höheren Löhnen und Gehältern getragen wird.

Lieber ins Einkaufszentrum

Der Retailmarkt in Rumänien unterscheidet sich wesentlich von jenem in Österreich. Während hierzulande große Einkaufsstraßen ganz selbstverständlich sind, geht man in Rumänien ins Einkaufszentrum und verbringt dort seine Freizeit. Einkaufsstraßen gibt es selten und wenn, dann bieten sie meist nur die Luxusmarken. Rumäninnen und Rumänen gehen Umfragen zufolge häufiger in Einkaufszentren als der europäische Durchschnitt und halten sich auch länger dort auf.

Wir bauen um

Baustelle Sun Plaza Umgestaltung

Ein Teil des S IMMO Einkaufszentrums Sun Plaza wird umgestaltet

Für uns in der S IMMO heißt das: Die Konkurrenz schläft nicht. Obwohl unser 2010 eröffnetes Einkaufszentrum Sun Plaza zu den führenden Centern im Süden Bukarests zählt und mit über 130 Shops sowie einem direkten U-Bahn-Zugang punktet, muss ständig optimiert werden, um Besucherwünsche weiterhin zu erfüllen und am Puls der Zeit zu bleiben. Aus diesem Grund werden aktuell über 20.000 m² im Sun Plaza neugestaltet, die anschließend Platz für bis zu 40 neue Geschäfte bieten. Im ersten Quartal 2018 soll alles fertig sein.

Hinterlasse einen Kommentar