Gastbeiträge

Warum sich auch junge Menschen unbedingt mit dem Kapitalmarkt & der Wiener Börse beschäftigen sollten

Christoph Boschan
geschrieben von Christoph Boschan

Die Beliebtheit der Sparprodukte ist in Österreich nach wie vor ungebrochen. Das Ersparte der Österreicher liegt mehrheitlich in kaum verzinsten Spareinlagen und dass, obwohl diese so gut wie keine Zinsen abwerfen. Viele Jugendliche fühlen sich nicht fit für das Anlegen am Kapitalmarkt. So verharren sie, wie auch schon Generationen vor ihnen, in ihren vermeintlich sicheren Sparanlagen. Doch Sparen allein rechnet sich heute nicht mehr. Warum sich junge Menschen unbedingt mit dem Kapitalmarkt und der Wiener Börse beschäftigen sollten, erfahren Sie hier.

Beteiligungen an Unternehmen lohnen sich

Aktien sind eine Anlage in ein Wirtschaftsunternehmen, kein kompliziertes Finanzprodukt. Als Aktionär wird man einer von vielen Inhabern eines Unternehmens und ist damit am Unternehmenserfolg beteiligt. Zusätzlich erhält man bei vielen Aktien eine Dividende – also eine jährliche Gewinnausschüttung. Die Unternehmen des Österreichischen Aktienindex ATX schütteten 2016 beispielsweise über 1,7 Milliarden Euro an ihre Aktionäre aus.

Schwankungen an Börsen sind nicht ungewöhnlich

Unterjährig geht es an den Börsen auf und ab. Doch betrachtet man einen längeren Zeitraum, zeigt sich, dass es ein mehr als positives Ergebnis gibt. So warf zum Beispiel der ATX – trotz zwischendurch starker Kursrückgänge – seit 1991 im Schnitt knapp sieben Prozent Rendite pro Jahr ab.

Investieren ist ein Marathon und kein Sprint – wer frühzeitig anlegt, wird belohnt!

Je früher man mit dem Anlegen beginnt, desto besser, denn der Zinseszinseffekt ist ein maßgeblicher Erfolgsfaktor beim Anlegen. Junge Leute gehen immer wieder davon aus, dass sie wegen den oft geringeren finanziellen Möglichkeiten nicht die Zielgruppe sind, um in Aktien zu veranlagen. Geht man jedoch von einem monatlichen Sparplan von 25 Euro, einer jährlichen Verzinsung und Wiederveranlagung von 6,9 % aus, verfügt man nach 45 Jahren über ca. 92.000 Euro veranlagtes Kapital. Dasselbe Beispiel mit einem monatlichen Sparplan von 100 Euro gerechnet, ergibt nach 45 Jahren ein veranlagtes Kapital von ca. 367.000 Euro.

Geht man jedoch von einem monatlichen Sparplan von 25 Euro, einer jährlichen Verzinsung und Wie-derveranlagung von 6,9 % aus, verfügt man nach 45 Jahren über ca. 92.000 Euro veranlagtes Kapital. Beispiel mit einem monatlichen Sparplan von 100 Euro gerechnet, ergibt nach 45 Jahren ein veranlag-tes Kapital von ca. 367.000 Euro

Nie alle Eier in einen Korb legen – Die Mischung macht‘s

Neben der Dauer ist eine möglichst breite Streuung über verschiedenste Anlageklassen entscheidend für den Anlageerfolg. Wer alle Eier in einen Korb legt, setzt sich und sein Erspartes dem Risiko größerer Schwankungen aus. Ein breit gestreutes Portfolio bietet dagegen unterschiedlichste Ertragschancen und ist dabei weniger schwankungsanfällig.

Information ist das A und O

Unbestritten ist: Investiert sollte nur in Produkte werden, die man auch versteht. Nur wer von Kindesbeinen an Wissen über Anlagemöglichkeiten und Finanzthemen vermittelt bekommt, kann die unterschiedlichen Investmentmöglichkeiten für sich nutzen und sich auch ausreichend schützen. Bildung ist der beste Anlegerschutz und überhaupt der Schlüssel zu Wissen und Kompetenz in diesem Bereich. Sie ist die Grundlage für einen mündigen Umgang mit dem eigenen Geld und der eigenen Vorsorge. Daher trägt die Wiener Börse wie viele andere Branchenvertreter ihren Teil dazu bei, die sogenannte „Financial Literacy“ in Österreich zu steigern. So bietet unsere Wiener Börse Akademie zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Informationen rund ums Thema Veranlagung bzw zu den an der Wiener Börse notierten Unternehmen liefern auch unser Börsenradio und der Austrian Stock Talk.

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