S IMMO Einblicke

Erfolg mit Weitsicht

Sandra Hengstermann
geschrieben von Sandra Hengstermann

Weitsichtig Handeln wird bei der S IMMO großgeschrieben. CEO Ernst Vejdovszky spricht zum Jahresende über den Erfolg seines Unternehmens, den anhaltenden Wachstumskurs und Zukunftspläne.

Die S IMMO darf erneut auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Worauf führen Sie die Erfolge der letzten Jahre zurück?

Natürlich muss man eine stabile und sehr positive Entwicklung in unseren Märkten berücksichtigen. Aber, ohne der richtigen Strategie und einem ausgezeichneten Team bringt einem auch die beste Marktsituation nichts. Wir arbeiten intensiv an unserem Portfolio und suchen laufend nach Investitionsmöglichkeiten, um unsere Erträge kurz-, mittel- und langfristig zu sichern. Wir sind zum Beispiel bereits 2005 in den deutschen Markt eingetreten – ein Schritt, der damals von vielen Marktbegleitern eher belächelt wurde. Damals waren Russland oder die Ukraine mehr „en vogue“. Wir haben von diesem Schritt sehr profitiert – vor allem in den letzten Jahren haben wir in Deutschland große Preissteigerungen beobachten können. Sowohl durch Wertsteigerungen im Bestand als auch durch lukrative Verkäufe konnten wir in weiterer Folge schöne Gewinne realisieren.

Was macht Ihr Geschäftsmodell aus?

Es geht darum, Erträge nicht nur kurzfristig, sondern vor allem auch mittel- und langfristig zu sichern. Der Ankauf von Bestandsimmobilien ist dabei für die kurzfristige Sicherung von Erträgen gedacht. Derzeit liegt unser Fokus hier auf deutschen Städten mit demografischem und wirtschaftlichem Wachstumspotenzial wie zum Beispiel Leipzig oder Erfurt. Die mittelfristige Ertragssicherung wird vorwiegend durch Projektentwicklungen abgedeckt und unsere Grundstückszukäufe sorgen für langfristige Sicherheit. Weitsicht ist in unserem Job ein wesentlicher Teil des Erfolgs.

Es heißt, die Immobilienmärkte seien zum Teil hoch bewertet – vor allem in Deutschland. Wo finden Sie derzeit noch attraktive Objekte?

Es stimmt, dass zum Bespiel Berlin mittlerweile ein relativ teures Pflaster geworden ist. Man braucht sehr viel lokales Know-how, um in Märkten wie diesen noch attraktive Investments zu finden. Wir investieren dort, wo wir sowohl eine stabile Rendite als auch deutliches Wertsteigerungspotenzial sehen. Aktuell liegt unser Akquisitionsschwerpunkt wie schon erwähnt auf mittelgroßen Städten in Deutschland. Hier sehen wir eine schöne Entwicklung, vielversprechende demografische Daten und ein noch akzeptables Preisniveau. Aber auch in Osteuropa sondieren wir laufend spannende Möglichkeiten. In diesem Jahr haben wir in Budapest, Bukarest und Zagreb zugekauft.

Für Aufsehen hat in diesem Jahr der Mietendeckel in Berlin gesorgt. Was sagen Sie aus Sicht der S IMMO zu diesem Thema?

Viele Städte wachsen. Das ist grundsätzlich eine schöne Entwicklung, führt aber dazu, dass es oft zu wenig Wohnraum gibt. Meines Erachtens ist der einzige Weg, dieses Problem zu lösen, die Schaffung von neuem Wohnraum. Jede Investition in Wohnraum ist demnach begrüßenswert. Um einen ausreichenden Anteil an sogenanntem leistbaren Wohnraum zu schaffen, bedarf es verschiedener öffentlicher Förderungen. Ich denke Wien ist hier durchaus als Vorreiter unterwegs.

Und ein Gesetz wie der Berliner Mietendeckel mit deutlichen Eingriffen in die Eigentumsrechte bewirkt aus meiner Sicht genau das Gegenteil und wird Investoren davon abhalten, in die Schaffung oder Sanierung von Wohnraum zu investieren.

Seit einiger Zeit sind Grundstücke im Berliner Speckgürtel in Ihrem Fokus. Was zeichnet diese Investments aus?

Bei diesen Grundstückszukäufen geht es um die langfristige Perspektive. Wir stehen inzwischen bei deutlich über 1 Million m² Fläche und sichern uns auf diese Weise rechtzeitig eine ordentliche Entwicklungspipeline. Diese Lagen werden in den nächsten Jahren massiv von den Preissteigerungen in Berlin, vom laufenden Zuzug in die Großstadt, aber auch von dem zunehmenden Bedürfnis der Menschen nach Rückzugs- und Erholungsmöglichkeiten profitieren. Im Gegensatz zu anderen großen Städten wie Wien, München oder Hamburg ist das Umfeld von Berlin aktuell noch wenig erschlossen. Wir sind jedenfalls von dem langfristigen Potenzial dieser Gegend überzeugt.

Vor Kurzem haben Sie über den Erwerb einer Büroimmobilie in Zagreb berichtet. Was war ausschlaggebend für diesen Ankauf?

Die Erweiterung unseres Portfolios in Zagreb haben wir bereits längere Zeit im Auge gehabt. Wir haben allerdings sehr lange nach einer passenden Büroimmobilie gesucht, die unseren Ansprüchen auch gerecht wird. Der schlussendlich erworbene HOTO Tower ist eine Immobilie in bester innerstädtischer Lage, in der wir nicht nur langfristiges Wertsteigerungspotenzial sehen, sondern die auf Grund des hohen Vermietungsgrads bei Ankauf auch umgehend zur Ertragsgenerierung beiträgt.

Werfen wir zum Schluss noch einen Blick in Richtung Kapitalmarkt. Die S Immo-Aktie zeigt aktuell die beste Jahresperformance innerhalb des ATX. Kann sich dieser Erfolg fortsetzen?

Ich würde sagen, alle Zeichen stehen auf grün. Wir waren bereits zum Halbjahr der ATX-Titel mit der stärksten Year-to-Date-Performance. Diesen Trend haben wir erfolgreich fortgesetzt und sind weiterhin der stärkste Titel im österreichischen Leitindex. Unser zuletzt veröffentlichtes Q3-Ergebnis hat erneut gezeigt, dass wir in der Lage sind, kontinuierlich starke Ergebnisse zu liefern. Die S IMMO steht für Verlässlichkeit, für Fairness, für Transparenz und für ein hohes Maß an Know-how. Wir haben eine starke Investment Story und schütten eine nachhaltige Dividende aus. All das sind Faktoren, die unsere Stakeholder sehr zu schätzen wissen und die sich langfristig auch in der Entwicklung des Aktienkurses bemerkbar machen.

Vielen Dank für das Gespräch & auf ein erfolgreiches 2020!

 

Foto: © Andreas Jakwerth

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