Finanzwissen

Wertpapierdepot: How to get started

Miriam Daill
geschrieben von Miriam Daill

„Aktien sind nur etwas für Finanzprofis“ – so oder so ähnlich klingt es oft, wenn das Thema Wertpapiere zur Sprache kommt. Tatsächlich besitzen in Österreich derzeit nur rund 5 % der Bevölkerung auf direktem Weg Aktien. Richtig ist, dass die eingehende und kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Thema Aktien und Kapitalmarkt einiges an Zeit verlangt. Und auch wenn man sich vor seinen Käufen (und Verkäufen) gut informiert hat, kann es trotzdem passieren, dass man große Verluste einfährt. Dennoch muss man kein ausgewiesener Experte sein, um in Aktien zu investieren. Aber wie kommt man zu Aktien und auf was sollte man achten, bevor man „einsteigt“?

Einige Basics

Ob und wie viel man in Aktien investieren möchte, ist eine ganz individuelle Entscheidung, die von verschiedenen Faktoren abhängt. Einer der Gründe, der für ein Investment in Aktien spricht, ist das derzeit niedrige Zinsniveau, das die Attraktivität von Sparbuch & Co. stark gemindert hat. Auf jeden Fall sollte man bei der Eröffnung eines Wertpapierdepots über ein gewisses Kapital verfügen, das man für einige Zeit nicht benötigt. Sich beispielsweise schnell das Budget für einen Autokauf mit Aktienerlösen aufbessern zu wollen, ist nicht sinnvoll.

Wie bereits erwähnt, muss man auch immer darauf gefasst sein, unter Umständen alles Investierte zu verlieren. Um sich dahingehend so gut wie möglich abzusichern, sollte nur ein bestimmter Teil des eigenen Ersparten in Aktien angelegt und der Rest auf andere Sparformen aufgeteilt werden. Last but not least – bevor man in Aktien investiert, sollte man sich unbedingt Vorwissen zu Wertpapieren aneignen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.

Kostenvergleich der Anbieter lohnt sich

Bevor es losgehen kann, stellt sich die Frage, bei welchem Anbieter man sein Depot eröffnen will. Zur Auswahl stehen Onlinebroker, Onlinebanken sowie Filialbanken, die teilweise sehr unterschiedliche Kostenmodelle haben. Für welchen Anbieter man sich am Ende entscheidet, hängt sehr stark von den individuellen Wünschen und Ansprüchen ab. Sich Zeit zu nehmen für den Vergleich unterschiedlicher Angebote zahlt sich auf alle Fälle aus.

Hat man seine Wahl getroffen, gibt es noch einige Formalitäten zu klären, die auch eine Risikoeinstufung beinhalten: Dabei werden Informationen wie z. B. das monatliche Einkommen, das bestehende Wissen über Aktien oder auch, ob und wie viel Geld man monatlich sparen kann, abgefragt. Wenn man sich noch nicht bereit fühlt, gleich zu investieren, gibt es bei vielen Anbietern die Möglichkeit, mit einem Musterdepot ein „Wertpapiertrockentraining“ zu absolvieren.

Wissen macht den Unterschied aus

Auch wenn man sich bei einem Aktieninvestment beraten lässt: Eigenes Wissen zum Thema Wertpapiere ist wichtig, um seine finanzielle Zukunft selbst in die Hand nehmen zu können. Wer über das notwendige Know-how verfügt, kann kritisch hinterfragen, analysieren und hat höchstwahrscheinlich einfach mehr Spaß beim Veranlagen. Das Basiswissen kann man sich in z. B. in Einsteigerkursen, Blogs sowie über einschlägige Fachliteratur aneignen. Für die laufende Marktbeobachtung steht ebenfalls eine Reihe von Informationsquellen zur Verfügung: Dazu zählen unter anderem Finanznachrichten sowie natürlich auch die unmittelbarsten Infos – die regelmäßigen Berichte der börsennotierten Unternehmen, die über Strategie, Geschäftsentwicklung und kommende Vorhaben berichten.

 

Einige interessante Links

Das 1 x 1 der Wertpapiere – Seminar der Wiener Börse für „Aktienanfänger“

Webportal testsieger.at – Vergleich von Anbietern sowie Basiswissen rund um den Aktienmarkt

Austrian Traded Index (ATX) – Aktuelle Preisdaten zum wichtigsten Aktienindex Österreichs

Finanzlexikon der F.A.Z. – über 700 Begriffe aus der Welt des Kapitalmarkts

 

 

Hinterlasse einen Kommentar