Finanzwissen & Kapitalmarkt

Meine Meinung zu Aktien

Nicht nur die gesunden und erwachsenen Menschen sollten in einer idealen Welt einer Arbeit nachgehen, auch das Geld sollte arbeiten.
Nur, wie bekomme ich das Geld dazu, für mich zu arbeiten? Eine Möglichkeit dazu stellt ein Investment in Aktien – also die Beteiligung an börsennotierten Gesellschaften – dar.
Der Vorgang des Kaufes ist relativ simpel. Man kauft über eine Bank oder einen Broker ein Wertpapier, zu einem an einer geregelten Börse, und kann sich fortan als Aktionär des Unternehmens, dessen Aktie man erworben hat, bezeichnen. Mit dem Status als Aktionär sind diverse Rechte verbunden.

Dividende und Kursgewinn

Ein Vorteil der Aktie – mein Geld ist investiert und sollte für mich „arbeiten“. Bei manchen Aktien zahlt das Unternehmen eine Dividende an mich aus, also einen Anteil am Ertrag des Unternehmens. Zusätzlich habe ich noch die Chance, dass die Aktie im Wert steigt, und somit mein Investment, das auf meinem Wertpapierdepot liegt, auch mehr wert wird. Dann bekomme ich beim Verkauf der Aktie mehr Geld, als ich ursprünglich beim Kauf aufwenden musste.

Die Risiken

Man kann über Dividenden und Kursgewinne bei Aktien profitieren. Das Ganze kann aber auch nicht funktionieren und ich bekomme keine Dividende – zum Beispiel weil das Unternehmen keine Gewinne macht. Auch der Aktienkurs kann fallen und ich bekomme somit beim Verkauf weniger Geld retour, als ich ursprünglich ausgegeben habe.

Man muss sich also informieren: Wo investiere ich? Wie steht das Unternehmen da? Wer sind die relevanten Personen im Unternehmen, die die Entscheidungen treffen und wie stabil ist das Geschäftsmodell? Das Sammeln der Informationen kostet Zeit, Energie und setzt auch wirtschaftliches Verständnis voraus. Wenn ich diese Arbeit auslagern will, kann ich auch in einen Fonds investieren. Hierbei kaufe ich einfach Anteile an einem Fonds. Der besteht, je nach Ausrichtung, aus verschiedenen Wertpapieren. Ein Fondsmanager kümmert sich um einen entsprechenden Mix. In jedem Fall gibt es aber keine Garantie, dass sich mein Investment nach Wunsch entwickelt.

Die Natur der Aktien

Mit Aktien ist man an einem Unternehmen beteiligt. Man erwirbt Eigentum an einer Einheit, die vielen Einflüssen ausgesetzt ist: z. B. gesamtwirtschaftliche Entwicklung, Konsumverhalten, politische Einflüsse oder Zeitgeist. Da auch die zukünftigen Entwicklungen ein dynamischer Prozess sind, sollte man eine entsprechende Dauer für das Investment einplanen.

Seit es Aktien gibt, gibt es Zyklen, in denen man mit Aktien gut verdienen konnte. Aber ebenso gab es jahrelange Perioden, in denen man mit Aktien wenig verdiente oder Verluste hinnehmen musste. Der Zeitpunkt des Investments ist also sehr wichtig, deswegen sollte man Zeit einplanen. Im besten Fall gilt: Kaufe, wenn der Preis niedrig ist. Verkaufe, wenn der Preis hoch ist. Nur, da leider niemand im Voraus sagen kann, wann diese Zeitpunkte erreicht sind, ist man auf die eigene Einschätzung, aber zum Beispiel auch auf Analysten-Meinungen oder Charttechnik angewiesen.
Aber im Grunde ist man bei der Entscheidung, was kaufe ich wann und zu welchem Preis, doch wieder allein – und muss mit dem Ergebnis der Entscheidung dann leben.

Autor/in

Andreas Feuerstein

Andreas Feuerstein ist der Kapitalmarktexperte der S IMMO AG. Seit acht Jahren betreut er in- und ausländische sowie private und institutionelle Anleger. Er ist ein langjähriger Kenner der Börse und hat sie bereits zu Zeiten des Parketthandels erlebt, als sich die Händler noch gegenseitig Kurse zuriefen.

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