Finanzwissen & Kapitalmarkt

Mehr als 30 Jahre am Kapitalmarkt

Sandra Hengstermann
geschrieben von Sandra Hengstermann

Der Kapitalmarkt ist ein anspruchsvoller Begleiter.

Der s Immobilien Fonds war 1987 das erste Immobilienwertpapier an der Wiener Börse. 30 Jahre später zählt die S IMMO Aktie zu den erfolgreichsten Aktien am Markt.

Erstes Immobilienwertpapier geht an die Börse.

Die Geschichte des österreichischen Kapitalmarkts spiegelt eindrucksvoll die Natur der Börse mit all ihren Höhen und Tiefen wider. Während in den 1980erJahren der Wirtschaftspolitik eher mit Vorsicht begegnet wurde, wuchs der Rentenmarkt an der Wiener Börse stetig, stellte aber damit den Aktienmarkt in den Schatten. Erst als 1985 der amerikanische Analyst Jim Rogers erstmals öffentlich auf das enorme Potenzial des österreichischen Aktienmarkts aufmerksam machte, kam Schwung in die Sache. Dieser Boom führte zu einem durchschnittlichen Kursanstieg von 130 %.

1987 kam der s Immobilien Fond Nr. 1 als erster börsennotierter Immobilienfonds an die Wiener Börse, ihm folgten zahlreiche weitere große österreichische Unternehmen. Aus der Fusion von Sparkasse Immobilien Anlagen AG und Erste Immobilien AG entstand die Erste Immo-Aktie, die 1990 mit einer Gewichtung von ATS 1.350 erstmals an der Börse notierte. Sie war Vorläuferin der heutigen S IMMO Aktie. Im darauffolgenden Jahr wurde der Austrian Traded Index (ATX) als neuer Leitindex eingeführt. Während der 1990er-Jahre sorgten die Privatisierungen ehemaliger Industrieunternehmen für einen höheren Anreiz bei österreichischen Privatanlegerinnen und -anlegern, die Aktie als Anlageform gewann an Attraktivität. Der reine Aktienbesitz betrug 1990 lediglich 1 %, 1997 waren es 4 % (IMAS-Studie). Darüber hinaus wurde durch den Handelsstart der österreichischen Strombörse Energy Exchange Austria (EXAA) der Grundstein für den Handel mit Energieprodukten geschaffen.

Immobilienvermögen der S IMMO wächst auf EUR 200 Mio.

Während die großen internationalen Börsen Ende 2002 von diversen Markteinbrüchen betroffen waren, sah es in Wien weitaus positiver aus. Im selben Jahr übertraf das Immobilienvermögen der S IMMO erstmals die Marke von EUR 200 Mio. und die bis dahin getätigten Investments in Prag wurden ausgeweitet. Auch die Wiener Börse wurde in Osteuropa aktiv und erwarb die Mehrheit an der Budapester Börse. Damit wurde das Fundament für ein Börsen-Netzwerk geschaffen, das auf weitere Börsen in Süd-Osteuropa ausgeweitet wurde. Das und der Umstand, dass österreichische Unternehmen am CEE-Markt sehr gut positioniert waren, sorgten für ein verstärktes Interesse inländischer und ausländischer Anlegerinnen und Anleger und stärkten den ATX.

Die S IMMO Aktie notiert seit 2007 im Prime-Market- Segment der Wiener Börse. Vor der Finanzkrise erreichte der ATX im Juli 2007 seinen historischen Höchststand mit 5.010,93 Punkten. 2008 kam es zu starken Kursverlusten, zu einer drastischen Senkung der Marktkapitalisierung (von EUR 157,9 Mrd. auf EUR 51,4 Mrd.) und letztendlich 2009 zu dem historischen Tiefstand des ATX mit 1.441,95 Punkten. Die S IMMO Aktie verlor damals über 70 % – der IATX sogar über 80 %. Aber auch von diesem Tiefschlag erholte sich die Wiener Börse und zählte 2012 schon wieder zu den europäischen Top-Performern. Die S IMMO Aktie verzeichnete nach dem Krisenjahr 2009 lange einen verhaltenen Aufwärtstrend mit zahlreichen Seitwärtsbewegungen.

S IMMO Aktie auf Erfolgskurs

Im Februar 2015 erreichte die S IMMO Aktie mit EUR 8,90 einen Wert, den man zuletzt im August 2007 erreicht hatte. Zum Jahresende 2016 notierte die S IMMO Aktie bei EUR 10,00. Das entspricht einer Jahresperformance von 21,95 %. Im September 2017 wurde die S IMMO Aktie erstmals in den ATX aufgenommen und erreichte im Jahresverlauf einen Kursanstieg von 61,50 %. Sie schloss das Jahr 2017 als zweiterfolgreichste Aktie mit einem Rekordkurs von EUR 16,15. Die S IMMO hat ihr Wertpapier zudem seit der erstmaligen Ausschüttung für das Jahr 2011 in Höhe von EUR 0,10 je Aktie erfolgreich als nachhaltiges Dividendenpapier positioniert. Die Ausschüttung wurde Jahr für Jahr kontinuierlich erhöht und lag für das Jahr 2017 bereits bei EUR 0,40 je Aktie.

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